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Als Bildhauer verbindet Mario Tischhauser Kunst, Wissenschaft und Rekonstruktion mit einem Fokus auf die Evolution der menschlichen Hand. Seine Arbeit umfasst die forensisch-morphologische Rekonstruktion fossiler Homininenhände sowie die Verbindung von Paläoanthropologie, Werkzeuggebrauch und traditionellem Bildhauerhandwerk.
Fokus:
Forensisch-morphologische Handrekonstruktion
Als Bildhauer arbeitet Mario Tischhauser an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Rekonstruktion. Im Zentrum seines Schaffens steht die menschliche Hand – eines der komplexesten und folgenreichsten Werkzeuge der Evolution. Seit Millionen von Jahren prägt sie die Entwicklung des Menschen als Organ des Greifens, Formens und Erschaffens sowie als Grundlage von Technik, Kunst und Kultur.
Sein Schwerpunkt liegt auf der forensisch-morphologischen Rekonstruktion fossiler Homininenhände aus dem Zeitraum von etwa 3,5 Millionen bis 40’000 Jahren vor unserer Zeit. Dabei verbindet er wissenschaftliche Präzision mit bildhauerischer Erfahrung. Ausgehend von fossilen Knochenfunden, anatomischen Vergleichsstudien und paläoanthropologischer Forschung entstehen plastische Rekonstruktionen, die Form, Funktion und Werkzeuggebrauch früher Menschen nachvollziehbar machen.
Seine Arbeit vereint traditionelle bildhauerische Techniken mit modernen Verfahren wie wissenschaftlicher Fotografie, 3D-Scan, 3D-Modelling und 3D-Druck. Im Dialog zwischen analogem Handwerk und digitaler Technologie entstehen Rekonstruktionen, Modelle und Studien, die wissenschaftliche Forschung, museale Vermittlung und künstlerische Praxis miteinander verbinden.
Darüber hinaus beschäftigt er sich mit biologischer und kultureller Paläoanthropologie rund um die Hand und den Werkzeuggebrauch. Seine Vorträge und Arbeiten widmen sich der Evolution der Hand, der Entstehung von Feinmotorik und Technik sowie der kulturellen Bedeutung menschlicher Gesten und manueller Fähigkeiten. Die Hand erscheint dabei nicht nur als anatomisches Meisterwerk, sondern auch als Ursprung menschlicher Gestaltungskraft.
Zwischen Wissenschaft, Handwerk und kultureller Reflexion entwickelt er ein Werkfeld, das Vergangenheit rekonstruierbar und menschliche Evolution im wahrsten Sinne „begreifbar“ macht.