Die Arbeit Grounded Visionary stellt die Frage, was gelebt und was nur geträumt werden soll. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der Verschiebung von Grenzen zwischen Traum und Realität, zwischen innerer Vorstellung und äusserer Wirklichkeit.
Mit der Figur Don Q. wird dieser Übergangsraum untersucht. Schlaf und Tod erscheinen dabei als Zustände, in denen sich Wahrnehmung und Existenz auflösen oder transformieren. Die Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem wird dabei nicht als fest, sondern als durchlässig verstanden.
In der Figur von Otto Lilienthal zeigt sich der fanatische Visionär als jemand, der sich vom reinen Träumer dadurch unterscheidet, dass er seine Visionen in die physische Realität überführen muss. Das Scheitern und die Konsequenz des Handelns sind dabei ebenso Teil der Vision wie deren Verwirklichung. In einer ähnlichen Tradition steht auch Bertrand Piccard, dessen Projekte die Verbindung von technischer Machbarkeit und visionärem Denken exemplarisch verkörpern.
Grounded Visionary verhandelt somit das Spannungsfeld zwischen Imagination und Umsetzung, zwischen innerem Bild und äusserer Handlung – und die Frage, wo Vision endet und Wirklichkeit beginnt.
„Wer einst fliegen lernen will, der muss erst stehen und gehen und laufen und klettern und tanzen lernen – man erfliegt das Fliegen nicht!“
Grounded Visionary
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