KUNST: Emergent Unity 2016


Emergent Unity beschäftigt sich mit grundlegenden Bedingungen menschlicher Existenz: Freiheit, Ernährung, Atmung, Wärme, Lernen und Wissen erscheinen als basale Voraussetzungen des Lebens und als Ausgangspunkt jeder kulturellen und sozialen Entwicklung.

 

Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, was geschieht, wenn Menschen aufeinandertreffen. In diesen Begegnungen entsteht etwas, das sich nicht vollständig vorhersagen oder kontrollieren lässt – ein emergentes Moment, das aus der Verbindung Einzelner hervorgeht. Die Untersuchung richtet sich dabei auf Menschsein, Wahrnehmung, Kommunikation und den Akt des kreativen Schaffens als Prozesse gegenseitiger Beeinflussung.

 

Durch Verbindung kann eine Einheit entstehen, die in der Lage ist, Leistungen zu erbringen, die dem Individuum allein nicht möglich wären. Die Metapher des römischen Bogens verdeutlicht dieses Prinzip: Stabilität entsteht nicht trotz, sondern durch die Anordnung und das Einfügen einzelner Elemente. Das Individuum wird zum Modul innerhalb einer grösseren Struktur, die sowohl Halt als auch Bedeutung generiert. Diese Logik kann sowohl das Individuum als auch die Gesellschaft erweitern und transformieren.

 

Ein weiterer Bezugspunkt der Arbeit ist die Zahl Neun. In der 9er-Multiplikationsreihe führen die Quersummen der Ergebnisse wiederholt zur Neun zurück (z. B. 9×11=99 → 9+9=18 → 1+8=9). Diese Eigenschaft wird als Symbol für eine in sich geschlossene, stabile und sich selbst bestätigende Ordnung verstanden – eine Zahl, die sich selbst treu bleibt.

 

Emergent Unity versteht Einheit nicht als Auflösung von Individualität, sondern als dynamisches Zusammenspiel von Teilen, aus dem neue Formen von Stabilität, Sinn und Möglichkeit entstehen.


Antoine de Saint-Exupéry 'Der kleine Prinz' (1943)

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“


Jules Verne

„Wir dürfen niemals vergessen, dass alles Grossartige zuerst eine Idee war.“ 

(popularisiertes Sinnzitat seine Denkens)


Antoine de Saint-Exupéry 'Terre des hommes' (1939)

„Perfektion ist nicht erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ (sinngemäss)

Emergent Unity


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