Mario Tischhauser
«Sono scultore, io!», ein Leben lang. Mein Motto: Sehen. Greifen. Verstehen. Schaffen.
Schon als Kind wusste ich: Ich will Bildhauer werden. Mit meiner ersten Hobelbank und einem 7er-Set Meisseln entstanden meine ersten geschnitzten Werke. Nach meiner Lehre als Forstwart vertiefte ich meine kunsthandwerklichen Fähigkeiten an der Schule für Holzbildhauerei in Brienz. In Zürich machte ich mich anschliessend als Holzbildhauer (EFZ) selbstständig.
Bald begann ich, über das Holz hinauszuwachsen. Ich experimentierte mit verschiedensten Materialien und legte die Meissel zunehmend zur Seite. Das Modellieren mit Ton, Wachs, Plastilin und insbesondere Gips wurde zu meiner neuen Leidenschaft. Künstlerisch bewegte ich mich zwischen Surrealismus und Pop-Art, inspiriert durch Weltliteratur, klassische Werke sowie wissenschaftliche Literatur.
In dieser Zeit bildete ich mich zudem in digitaler Bildhauerei, 3D-Druck und 3D-Scan weiter. Derzeit führt mich mein Studium der Archäologie an der UZH immer stärker in Richtung wissenschaftliche Bildhauerei. Heute liegt mein Fokus auf der forensisch-morphologischen Rekonstruktion von Händen fossiler Homininen sowie auf der physischen und kulturellen Paläoanthropologie. Aktuell rekonstruiere ich als Forschungspraktikant an der UZH eine Hand nach der anderen, um auch dieses Handwerk fundiert zu erlernen.
Curriculum
MA Studium Seminararbeit Rituallandschaften
StoryMap: Auf Spurensuche in der Archäologie - Deponierungen im Alpenrheintal der Bronzezeit