Die neue Werkreihe untersucht zwei archetypische Figuren der Verführung, die sich durch Ambivalenz, Projektion und Machtverhältnisse auszeichnen. Im Fokus steht nicht ihre erzählerische Ausformulierung, sondern ihre visuelle und materielle Übersetzung in künstlerische Prozesse. Die Arbeiten nähern sich diesen Figuren als Konstruktionen – geprägt durch Blickregime, Inszenierung und kulturelle Zuschreibungen.
Zentral ist das Spannungsfeld zwischen Anziehung und Gefährdung. Formen, Oberflächen und kompositorische Entscheidungen sind so angelegt, dass sie eine doppelte Lesbarkeit erzeugen: zwischen Nähe und Distanz, Kontrolle und Kontrollverlust, Präsenz und Entzug. Die Figuren erscheinen dabei nicht als eindeutig definierte Charaktere, sondern als fragile Zustände, die sich im Wechselspiel von Sichtbarkeit und Andeutung entfalten.
Die Werkreihe versteht sich als offener Prozess. Bedeutungen fluktuieren zwischen Fixierung und Instabilität, Formen zwischen Konsolidierung und Übergang. Gerade diese Unabschliessbarkeit ermöglicht eine Annäherung an Phänomene der Verführung, die sich eindeutigen Zuschreibungen entziehen und ihre Wirkung aus Mehrdeutigkeit und Verschiebung beziehen.
Veröffentlichung erfolgt, sobald PoPo sich ausgetobt hat und befriedigt ist…